„Schule ohne Burnout“ von Ann-Marie Backmann hat mich vor allem wegen des Themas interessiert. Stress, Überlastung und Erschöpfung im Schulalltag sind wichtige Themen, über die viel zu selten offen gesprochen wird. Deshalb war ich gespannt, welche Ideen und Lösungsansätze das Buch bereithält.
Beim Lesen hatte ich immer wieder Momente, in denen ich zustimmend genickt habe. Viele der beschriebenen Herausforderungen wirkten nachvollziehbar und realistisch. Gerade die Hinweise darauf, wie Belastungen entstehen können und warum es wichtig ist, früh gegenzusteuern, fand ich gelungen.
Gleichzeitig hat mich das Buch nicht durchgehend überzeugt. Einige Gedanken waren interessant, kamen mir aber bekannt vor. An mehreren Stellen hätte ich mir konkretere Vorschläge gewünscht, die sich direkt in den Alltag übertragen lassen. Manchmal blieb es für mein Empfinden etwas zu allgemein.
Trotzdem habe ich einige Anregungen mitgenommen. Besonders gefallen hat mir, dass das Thema nicht dramatisiert wird. Stattdessen wird deutlich gemacht, dass Selbstfürsorge und gesunde Grenzen keine Nebensache sind, sondern langfristig eine wichtige Rolle spielen.
Was meinen Gesamteindruck etwas geschmälert hat, war die Tatsache, dass sich manche Inhalte wiederholt haben. Dadurch hatte ich zwischendurch das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Vielleicht wären etwas mehr Praxisbeispiele oder unterschiedliche Perspektiven hilfreich gewesen.
Insgesamt fand ich das Buch lesenswert, auch wenn es mich nicht komplett abgeholt hat. Wer sich erstmals mit dem Thema Burnoutprävention im schulischen Umfeld beschäftigt, wird hier sicher einige hilfreiche Denkanstöße finden. Für Leserinnen und Leser, die sich bereits intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt haben, bietet es aus meiner Sicht etwas weniger Neues.
Am Ende bleibt für mich ein solides Sachbuch mit guten Ansätzen, das seine Stärken hat, mich aber nicht in allen Punkten überzeugen konnte.