Ich hatte das große Vergnügen, schon den Vorgängerband „Heumahd“ der Autorin Susanne Betz lesen zu dürfen, in dem ich Vroni und ihre Lebensumstände kennenlernen durfte. Das war allerdings schon ein ganzes Weilchen her und für mich als Vielleserin hatte sich zwischen den beiden Bänden so einiges an Lektüre dazwischen gemogelt. Aber meine Sorge, mich nicht mehr zurechtfinden zu können bei Vroni in den Bergen war völlig unbegründet.
Der Autorin ist es auch diesmal mit Bravour gelungen, mich direkt wieder auf den Berghof mit den nicht einfachen Lebensbedingungen und der vielen Arbeit zu katapultieren. Vroni hat inzwischen ihre eigene Form von Zufriedenheit gefunden, doch ob man ihre Beziehung mit Anton als eine Liebesehe bezeichnen kann, wage ich zu bezweifeln. So ist es dann auch kein Wunder, dass der Besuch in München gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter solch schwere Folgen haben wird. Und eben diese von mir so bewunderte Afra Huber, die Mutter von Vronis Mann Anton, hat es auf ihre eigene Art faustdick hinter den Ohren … von wegen ein Besuch beim Ohrenspezialisten in Bayerns Hauptstadt. Doch mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, das müsst ihr euch selbst erlesen …
Jedenfalls war es mi eine Riesenfreude alte und neue Charaktere kennenzulernen oder wiederzusehen und die atmosphärische und auch diesmal wieder bildgewaltige Schreibweise kann ihresgleichen nur suchen. „Johannifeuer“ ist ein Roman, den man, wie schon den Vorgänger, mit allen Sinnen riechen, schmecken und erleben kann. Dennoch kann er auch problemlos als Einzelroman gelesen werden.
Was soll ich sagen, von mir gibt es wieder die Bestnote mit allen fünf Sternen und ich hoffe sehr, auf einen Folgeband. Eine absolute Leseempfehlung für „Johannifeuer“ von Susanne Betz!