Kari Lürsen hat Urlaub und freut sich auf einen Kurz-Trip nach Oslo, als sie die Ermittlungen in einem brisanten Fall übernehmen muss. Es wurde eine Tote mit falschen Papieren gefunden, die Tatwaffe war schon einmal im Einsatz. Ihre Vorgesetzte stellt ihr Sebastian Kuhl zur Seite, einen guten Ermittler, der mit eher ungewöhnlichen Methoden der Befragung auffällt.
Bevor die Identität des Opfers geklärt ist, gibt es einen zweiten Toten. Gibt es einen Zusammenhang und wenn ja, welchen?
Die beiden Ermittler sind bereits gut bekannt. In diesem 5. Band lüftet Sebastian sein Geheimnis, wohl jedoch nicht vollständig. Dennoch vertraut Kari Sebastian. Die Beziehung der beiden macht einen Teil der Spannung dieses Krimis aus, wobei auch Karis Freund Bent mehr zu wissen scheint als er zugibt.
Die Suche nach dem Täter gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn wer hätte in der sehr zurückgezogen lebenden Frau eine Kriminelle vermutet? Erst als Kari und Sebastian in der Wohnung des Opfers Briefe finden, kommt Bewegung in den Fall, der dennoch alles andere als leicht zu lösen ist und mit einer überraschenden Wendung aufgeklärt wird.
Cornelia Härtl nimmt ein gesellschaftlich relevantes Thema zum Anlass für ihre Krimis. Hier ist es die Einsamkeit, die die beiden Opfer verbindet und es dem Täter leicht macht, sein Opfer zu manipulieren. Jedenfalls bis zu einem gewissen Grad, dann jedoch geben die Vorkehrungen des Opfers wichtige Hinweise zur Aufklärung.
Die Protagonisten sind authentisch beschrieben, die Nordsee-Insel mit ihrem besonderen Flair (auch im Winter) ist ein tolles Setting für diese Reihe. Und dass diese Folge auch etwas mit Strickgeschäften zu tun hat, ist für mich als passionierte Strickerin ein besonderes Schmankerl.
Fazit: ein packender Inselkrimi, dessen Ende Hoffnung auf eine Fortsetzung macht