Da es sich um den dritten Teil einer Thriller-Reihe handelt, empfehle ich die beiden vorigen Teile zuerst zu lesen, damit man mit den Hauptcharakteren und ihren Vorgeschichten vertraut ist und dann auch im aktuellen Fall mehr Lesespaß hat.
Der Einstieg ist nahezu sanft, es wird nochmals kurz zusammengefasst, was vorher geschehen ist und warum Mila sich auf die Suche nach einem Serientäter macht, was ihr persönliches Anliegen dazu. Die Anreise von Mila in das abgelegene Dorf mit den vielen Wäldern und Wanderrouten und die anfängliche Routine hat fast schon einen gemütlichen Urlaubscharakter, auch wenn sie dort als Einzelgängerin und Außenseiterin auffällt.
Schon bald taucht der erste Tote auf und ab diesem Zeitpunkt wird es spannend und gefährlich für Mila und plötzlich ist sie selbst mittendrinnen im Geschehen und dann auch verschwunden. Dies ruft ihre Kolleg*innen aus der Gruppe 4 auf den Plan, die sofort ohne zu Zögern anreisen und nicht nur nach Mila suchen, sondern auch die örtlichen Ermittler*innen in der Aufklärung der Todesfälle unterstützen. Die Inszenierungen haben ein persönliches Motiv und einen psychologischen Hintergrund, der zum Miträtseln einlädt.
Gut gelungen finde ich die Atmosphäre, denn durch die ungemütlichen, kalten Temperaturen und vor allem durch den lästigen Dauernebel bekommt die Stimmung noch einen zusätzlichen Dämpfer. Die Wilderei und die Aktionen um das Sägewerk samt Umweltschutzaktivist*innen finde ich eine gelungene und wertvolle Nebenerzählung und ergänzt den Hauptstrang auch sehr gut. Generell sind die Natur und die örtlichen Gegebenheiten und die Eigenheiten des Dorfes und deren Bewohner*innen eine schöne Ergänzung, sodass man sich auch als Leser*in sehr gut einfinden kann.
Am Ende gibt es ein paar Wendungen und die Anzahl an Aktionen und das Tempo nehmen zu, sodass sich die Spannung zum Schluss hin steigert. Sehr gut gelungen finde ich auch den Epilog, in dem zwar vieles aufgeklärt wird, auch aus den vorigen Teilen, aber ein kleiner Faktor bleibt dennoch offen.