Ich bin einfach nur begeistert! „Schwimm, kleines Boot. Wut darf sein!“ eignet sich wirklich perfekt für alle Familien die bemüht sind Bindungs- und Bedürfnissorientiert zu erziehen. Selten ist mir eine Geschichte für Kleinkinder begegnet, welche einerseits so kindgerecht und andererseits so pädagogisch durchdacht ist. Die Geschichte behandelt eine ganz alltägliche und für alle nachvollziehbare Situation. Wenn Selbermachen nicht auf Anhieb klappt, kommt es eben zu berechtigter Wut. Dies anzuerkennen und auch noch ruhig zu begleiten ist nicht immer einfach. Umso wichtiger durch diese Geschichte mit dem Kind darüber ins Gespräch zu kommen.
Mein Zweieinhalb Jähriger hat absolut aufmerksam gelauscht und vor allem beim “Nein, Nein, Nein!” war er richtig nachdenklich. Die Erkenntnis dass auch Große sich gegenseitig helfen, hat uns Beiden gut gefallen. Aber auch das natürliche Setting im Wald gefiel uns super. Auf allen 20 Seiten gibt es nämlich heimische Tiere und Pflanzen zu entdecken. Aber auch die Illustrationen kann ich nur loben. Detailliert, aber nicht überladen und stets ist der emotionale Ausdruck im Gesicht von Oma und Enkelin sehr gelungen festgehalten. So kann man das Thema Wut nicht nur Anhand der Situation und des Textes besprechen, sondern auch mithilfe der bildhaften Mimik. Da ich wirklich nichts zu kritisieren habe und das Buch auch schon mehrfach vorlesen sollte, vergebe ich sehr gerne 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!